Am 12. Dezember fanden sich die Schlesier zur traditionellen Weihnachtsfeier in der Gaststätte des HDO ein. Die Tische waren in Eigenregie feierlich dekoriert; im Hintergrund erklang weihnachtliche Musik von Martin Werner, die festliche Stimmung verbreitete.

Der Vorsitzende Dr. Gotthard Schneider begrüßte alle herzlich, besonders die Ehrengäste Paul Hansel in seiner Funktion als Vorsitzenden des Bezirksverbandes des BdV Oberbayern und Siegfried Lange als Vorsitzenden der Schlesier in Oberbayern. Er erwähnte, dass Schlesien auch im Landesverband durch Dr. Gotthard Schneider und Paul Hansel in der Vorstandschaft sowie Siegfried Lange und Ulrich Moll im Beirat gut vertreten sei.
In seiner Ansprache ließ Dr. Schneider die Ereignisse und Aktivitäten des Jahres Revue passieren und ging besonders auf den Höhepunkt, die gelungene 75-Jahrfeier des Schlesiervereins München und der Rübezahls-Zwerge, ein. Er dankte dem Vorstand und allen helfenden Händen und erwähnte, dass Stadtrat Fabian Ewald kürzlich dem Schlesierverein beigetreten sei. Mit einem Auszug aus dem Weihnachtsbrief von Christian Kuznik, der sich mit der „besinnlichen Adventszeit“ auseinandersetzte, leitete Dr. Schneider gelungen zur Weihnachtsfeier über. Er ging unter anderem auf die Bedeutung und Herkunft des Lichtes und den immergrünen Baum als Symbol des Lebens ein.

Das Programm der Feier war wieder liebevoll und abwechslungsreich zusammengestellt. Musikeinlagen von Siegfried Lange auf der Mundharmonika, begleitet von Maria Lange auf der Gitarre, Mundartgedichte, Geschichten und gemeinsame Lieder, umrahmt von der musikalischen Begleitung von Martin Werner, wechselten sich gelungen ab und ließen die Zeit viel zu schnell vergehen. Natürlich durfte das traditionelle „Transeamus“ nicht fehlen, und für alle gab es ein Pfefferkuchenmännchen, das Johanna Schmidt selbst gebacken hatte.
Paul Hansel erinnerte in seinem Schlusswort an die Flucht und das Weihnachten von 1945. Er zitierte aus dem Buch von Monika Taubitz, dass die Deutschen 1945 nicht Weihnachten feiern durften und keine Christbäume von den Polen bekamen. Die Schlesier ließen sich ihr Weihnachten aber nicht nehmen, sondern feierten heimlich, bei abgedunkelten Fenstern, im Flüsterton und mit höchster Vorsicht. Dies zeigt die Bedeutung der schlesischen Tradition und wie wichtig es ist, diese aufrechtzuerhalten und weiterzugeben.

Nach Bekanntgabe der nächsten Termine und Verabschiedung klang die schöne, gelungene Feier mit vielen anregenden Gesprächen beim gemeinsamen Abendessen langsam und gemütlich aus.
Johanna Schmidt
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